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Wohnraumkrise in Europa: DVJW bringt gemeinwohlorientierte Lösungsansätze in Brüssel ein

  • 16. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

 

Am 8. April 2026 kamen im Europäischen Parlament in Brüssel Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Bauwirtschaft, europäischer Politik und weiteren Institutionen zusammen, um über Lösungsansätze für die Wohnraumkrise in Europa zu beraten. Eingeladen hatten das Europabüro des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie der Verband der Deutschen Bauindustrie. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der Wohnungsbau beschleunigt werden kann und welche politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür auf europäischer Ebene erforderlich sind.


Von links nach rechts: Markus Ferber (MdEP), Jens Schumacher (EU-Kommission), Thomas Schmidt (DStGB) und Dr. Diedrich (Deutscher Verband „Job und Wohnen“)
Von links nach rechts: Markus Ferber (MdEP), Jens Schumacher (EU-Kommission), Thomas Schmidt (DStGB) und Dr. Diedrich (Deutscher Verband „Job und Wohnen“)

An dem Austausch nahmen unter anderem Vertreter des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, des Deutschen Landkreistags und der Bauwirtschaft teil. Für den Deutschen Verband „Job & Wohnen“ e.V. nahm der Vorstandsvorsitzende Dr. Peter Diedrich an dem parlamentarischen Frühstück teil.


Der DVJW machte dabei deutlich, dass die Wohnungsfrage längst nicht mehr nur als Bau- oder Immobilienthema verstanden werden kann. Bezahlbarer Wohnraum ist heute ebenso eine soziale, wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Schlüsselfrage. Im Zentrum des Beitrags von Dr. Peter Diedrich stand deshalb der Ansatz, Wohnen, Arbeiten und gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder stärker zusammenzudenken.


Gerade in angespannten Wohnungsmärkten braucht es aus Sicht des DVJW Modelle, die nicht allein auf klassische Investitionslogiken setzen, sondern gemeinwohlorientierte, genossenschaftliche und langfristig tragfähige Strukturen stärken. Der Verband sieht darin einen wichtigen Hebel, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, Fachkräfte zu sichern und Quartiere sozial zu stabilisieren.


Am Beispiel des Berliner Pilotprojekts Havelschanze zeigte der DVJW, wie genossenschaftlich organisierte Werkwohnungsmodelle einen konkreten Beitrag zur Entlastung angespannter Wohnungsmärkte leisten können. Solche Projekte verbinden bezahlbares Wohnen in Arbeitsplatznähe mit sozialer Infrastruktur und einer langfristigen Bindung an den Standort. Aus Sicht des Verbands entsteht daraus ein praxisnaher Ansatz, der Unternehmen, Kommunen und Beschäftigten gleichermaßen neue Perspektiven eröffnet.



Von links nach rechts: Tim-Oliver Müller (Verband der Deutschen Bauindustrie), Marion Walsmann (MdEP), Dr. Peter Diedrich (Deutscher Verband „Job & Wohnen“ e.V.), Tanja Struve (DLT), Markus Ferber (MdEP), Thomas Schmidt (DStGB), Dr. Klaus Nutzenberger (DStGB) und Jens Schumacher (Europäische Kommission).
Von links nach rechts: Tim-Oliver Müller (Verband der Deutschen Bauindustrie), Marion Walsmann (MdEP), Dr. Peter Diedrich (Deutscher Verband „Job & Wohnen“ e.V.), Tanja Struve (DLT), Markus Ferber (MdEP), Thomas Schmidt (DStGB), Dr. Klaus Nutzenberger (DStGB) und Jens Schumacher (Europäische Kommission).

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Frage, wie Wohnungsbau in Europa künftig schneller, kostengünstiger und verlässlicher umgesetzt werden kann. Der DVJW warb in diesem Zusammenhang dafür, industrielle und serielle Bauweisen stärker mitzudenken. Wenn bezahlbarer Wohnraum in größerem Maßstab entstehen soll, braucht es aus Sicht des Verbands mehr Standardisierung, planbare Nachfrage, bessere Finanzierungsbedingungen und eine stärkere europäische Koordination.


Die Debatte in Brüssel fällt in eine Phase, in der die Europäische Kommission den „Affordable Housing Act“ vorbereitet. Damit gewinnt die wohnungspolitische Diskussion auf europäischer Ebene weiter an Bedeutung. Für den DVJW ist dies der richtige Zeitpunkt, gemeinwohlorientierte und genossenschaftliche Lösungsansätze stärker in die europäische Debatte einzubringen.


Der Deutsche Verband „Job & Wohnen“ e.V. wird diesen Dialog weiter begleiten. Bezahlbarer Wohnraum, Fachkräftesicherung und gesellschaftlicher Zusammenhalt müssen auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene stärker gemeinsam gedacht werden.

 

 
 
 

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